Förderverein attraktive Region Stetten am kalten Markt e.V.
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Maientanz - 2005

von Arne Hermer und Helmut Engisch
bearbeitet von Franz Xaver Ott
"Stetten dem Himmel so nah" hieß es in den Sommern 1999 und 2000, als das Theater Lindenhof mit einer großen Zahl Stettener Bürger 1200 Jahre Stettener Geschichte auf die Bühne vor dem Rathaus brachten.

Und dass es noch neuere, viel abenteuerlichere Geschichten von der Alb gibt, zeigten die Melchinger Theatermacher zusammen mit den Stettenern in diesem Sommer mit ihrer komödiantischen Ganvoengeschichte "Maientanz". Hintergrund sind die realen Geschehnisse in der Bundeswehrstandort-Gemeinde auf der Schwäbischen Alb. Bundesweit tauchten Anfang der 90er Jahre in großem Umfang Schusswaffen aus dunklen Kanälen auf und die Spur führte ins Dorf auf der Alb. Hier schien der Ursprung der Waffenschieberei zu liegen.

Wie in der Realität rückt im Theaterstück die Kriminalpolizei an und ermittelt im Dorf. Haben hier etwa unbescholtene Bürger Maschinengewehre zu Hause und sind heimliche Waffennarren. Doch warum bewaffnen sie sich? Weshalb findet die Kriminalpolizei nichts? Schweigen im Dorf - die einen aus Betretenheit und die anderen aus Betroffenheit. Die Anspannung und der Druck wird größer das Kriegsgerät zurück zu geben, aber keiner wills gewesen sein. Die Luft wird dünner unterm Albhimmel. Rettung in dunkelster Nacht verspricht eine Initiative des Pfarrers: unter Wahrung des Beichtgeheimnisses möchte er die Waffen einsammeln....

Der einzigartige Kriminalfall entwickelt sich trotz bedenklicher Ereignisse zu einem witzigen, absurden, komisch-kuriosen Stück Dorfgeschichte, erstaunlich und knitz, nicht zuletzt, weil mit der ungewöhnlichen Wendung ein Stück Zivilcourage an den Tag kommt.

Ein Dorf spielt Theater - dieses überaus reizvolle und erfolgreiche Konzept führten mit Maientanz die Melchinger Theatermacher zusammen mit ihrer Partnergemeinde Stetten am kalten Markt fort. Rund 80 Amateur-Darsteller aus Stetten erzählten die Geschichte aus ihrer unmittelbaren Heimat unter der Regie von Stefan Hallmayer vom Melchinger Theater Lindenhof, das neben der Regie auch für Stück, Ausstattung und Technik verantwortlich war.